Java Applet Tutorial: Applet erstellen, einbinden und mit Javascript ansprechen

Wenn ich an Java Applets denke, ist damit immer ein verstaubtes Web 1.0 – Bild assoziiert, gepaart mit animierten gifs und anderen Schandtaten. Heutzutage haben die Applets ihre Nische gefunden und werden vor allem da benutzt, wo Javascript noch zu langsam / umständlich ist, bspw. mathematische Zwecke. Wir widmen uns dem Thema mal ganz von vorne. Selbst wenn keine Javakenntnisse bestehen, soll man also noch gut folgen können. Soweit der Plan.

Was am Ende bei rumkommen wird

Wir werden ein Java-Applet bauen, das den Inhalt von Ordnern auf dem PC des Users in einer Liste anzeigt. Auch das Löschen von Dateien ist möglich. Das Java-Applet wird von außen per Javascript angesteuert, um in andere Verzeichnisse wechseln zu können. Wäre zwar nicht nötig, aber um zu zeigen dass – und vor allem wie – sowas geht, tun wir es.

So, angeschnallt!

Applet anlegen

Wir werden Netbeans verwenden. In Eclipse sollte es aber simultan gehen. Ich setze ein für die Java-Entwicklung konfiguriertes Netbeans voraus (incl. JDK). Wird hier in den ersten 2 Schritten kurz angeschnitten. Okay.

  1. Neues Projekt -> „Java Application“
    Neues Projekt anlegen

    Neues Projekt anlegen

  2. Das Projekt nennen wir fileapplet. Die Main-Klasse heisst com.dav.FileApplet. Bedeutet: Es wird im Package com.dav eine Klasse mit dem Name FileApplet.java angelegt. That’s what we want.
    Projekt anlegen

    Projekt anlegen

  3. Jetzt putzen wir die automatisch angelegte main erstmal weg, die brauchen wir nicht. Die Datei sollte nun so aussehen:
    package com.dav;
    
    public class FileApplet 
    {
    
    }
    

    Gut, damit lässt sich arbeiten.
  4. Erster GUI-Entwurf

    Unsere Klasse erbt von JApplet und bekommt einen Konstruktor (der in Java genauso heißt wie die Klasse). Weiterhin kloppen wir alle import’s dazu, die wir im kompletten Projekt brauchen werden, dass wir Ruhe haben.

    package com.dav;
    
    import java.awt.*;
    import java.awt.event.*;
    import javax.swing.*;
    import java.io.File;
    import java.security.*;
    import java.util.Vector;
    
    public class FileApplet extends JApplet
    {
        public FileApplet()
        {
           
        }
    }
    

    Wie ihr im Video gesehen habt: Wir haben ein Label ganz oben, welches den aktuellen Pfad beinhaltet. Darunter sitzt die Liste als Dateinamensanzeige. Und ganz unten ist letztendlich der Löschen-Button. Weiterhin brauchen wir eine Variable, die den aktuellen Dateipfad aufnimmt.

    Damit sieht unsere Klasse jetzt so aus:

    public class FileApplet extends JApplet
    {
        private String path;
    
        private JLabel lblPath;
        private JList lstFiles;
        private JButton btnDelete;
    
        public FileApplet()
        {
            //assign LayoutManager to panel
            JPanel contentPane = (JPanel)this.getContentPane();
            contentPane.setLayout(new BorderLayout(10, 10));
    
            //add Label for Path on Top
            lblPath = new JLabel("Hier steht der Pfad später");
            contentPane.add(lblPath, BorderLayout.NORTH);
    
            //add List with all files of path to center
            lstFiles = new JList();
            contentPane.add(new JScrollPane(lstFiles), BorderLayout.CENTER);
    
            //add button to bottom
            btnDelete = new JButton("Löschen");
            contentPane.add(btnDelete, BorderLayout.SOUTH);
        }
    }
    

    Hier sehe ich jetzt nichts groß erklärenswertes. Ist halt der Java-way of life, um Elemente zu erzeugen und auf das Panel zu packen. Es kommt ein LayoutManager (BorderLayout) zum Einsatz, der hier genauer erklärt wird. Tut aber eigentlich nix zur Sache und ist bloß zur ordentlichen Strukturierung der Elemente da.

    Wir wollen Ergebnisse!

    So, das reicht erstmal. Die UI ist nun vollständig und wir schauen uns das mal an. Dazu builden wir das Projekt und navigieren zur entstandenen fileapplet.jar ins dist/ – Verzeichnis unseres Projektordners – zumindest packt Netbeans die .jar da hin. Alleine ist sie aber nicht lauffähig, deswegen erstellen wir eine index.html im selben Ordner, die wie folgt aufgebaut ist:

    <!DOCTYPE html>
    <html> 
    <head> 
    	<meta charset="utf8" />
    	<title>File Javaapplet</title>
    </head> 
    <body> 
    	<object type="application/x-java-applet;version=1.4.1" name="jsap" id="jsap" width="400" height="600">
    		<param name="archive" value="fileapplet.jar"> 
    		<param name="code" value="com.dav.FileApplet">
    		<param name="mayscript" value="yes"> 
    		<param name="scriptable" value="true"> 
    	</object> 
    </body> 
    </html>
    

    Oracle selbst empfiehlt zwar einen anderen Weg der Einbindung. Allerdings funktioniert die object-Variante in allen relevanten Browsern und macht uns dehalb glücklich – ohne diese miese Verschachtelung von verschiedenen Techniken, die uns da Oracle aufschwätzen will. Eine andere Art der Einbindung ist die per <applet>-Tag, welcher allerdings deprecated ist.

    Sollte also eigentlich alles klar sein, was den Code betrifft. Wenn der Benutzer mit einer Java-Version < 1.41 daherkommt, wird er zum Update gebeten. Wir haben als Parameter archive unser .jar drinne, geben beim Parameter code unser Package samt Filename (ohne Extension) ein. mayscript und scriptable sind für später. Wir wollen das Applet ja irgendwann mal mit Javascript beackern. Wichtig ist die Angabe von Breite und Höhe in genau dieser Notation, also nix mit CSS oder so. Sonst quittiert Firefox den Dienst und zeigt das Applet nicht an.

    So, war doch garnicht so schwer. Da erstrahlt das Applet im Browser! Allerdings geht halt noch nix, weil wir bisher noch keine Funktionalität implementiert haben.

    Bring on the Code!

    Okay, bauen wir uns erstmal eine Funktion, die einen Vector mit allen Dateinamen im aktuellen Verzeichnis zurückgibt:

    //return a vector containing the filenames in path
    public Vector<String> getFileList()
    {
        Vector<String> fileNames = new Vector<String>();
    
        try
        {
            File dir = new File(path);
            File[] fileList = dir.listFiles();
            for (File f : fileList)
            {
                if (!f.isDirectory())
                    fileNames.add(f.getName());
            }
        }
        //silence exception in case of invalid path
        catch (Exception ex) {}
      
        return fileNames;
    }
    

    Weiterhin brauchen wir auch noch was, um eine Datei zu löschen:

    public boolean deleteFile(String name)
    {
        File f = new File(name);
    
        if (!f.exists() || !f.canWrite() || f.isDirectory())
            return false;
    
        return f.delete();
    }
    

    Geht ja gut voran. Weiter gehts mit der Methode, die dann später von Javascript aus angesteuert wird: setPath.

    public void setPath(String newpath)
    {
        newpath = newpath.replace("\\", "/");
    
        if (!newpath.endsWith("/"))
            newpath += "/";
    
        this.path = newpath;
        lblPath.setText(this.path);
    
        AccessController.doPrivileged(new PrivilegedAction()
        {
            public Object run()
            {
                lstFiles.setListData(getFileList());
                return null;
            }
        });
    }
    

    Hier kümmern wir uns drum, dass alle Backslashes zu Forward-Slashes gemacht werden und setzen den Pfad als Text unseres Labels. Außerdem kümmern wir sich noch drum (jaja, kein guter Stil…), dass die Dateiliste neu gefüllt wird. Und zwar mit den Dateien im nun aktuellen Verzeichnis. Das abgedrehte Konstrukt um die wirklich relevante Zeile lstFiles.setListData(getFileList()); ist nötig, da das Applet sonst keinen Zugriff auf das Dateisystem des Benutzers hätte. Hirn ausschalten und einfach so übernehmen.

    Letztendlich sind wir damit schon so gut wie fertig. Alles was noch gebraucht wird, ist ein EventHandler für den Löschen-Knopf. Wenn also auf den Löschen-Button gedrückt wird, sollen alle markierten Dateien in der Liste entfernt werden. Dazu ergänzen wir im Konstruktor zum Button:

    btnDelete.addActionListener(new ActionListener()
    {
        public void actionPerformed(ActionEvent e)
        {
            Object selectedValues[] = lstFiles.getSelectedValues();
            for (int i = 0; i < selectedValues.length; i++)
            {
                deleteFile(path + selectedValues[i]);
            }
    
            lstFiles.setListData(getFileList());
        }
    });
    

    Paradoxerweise ist das Löschen von Dateien ohne diesen AccessController – Aufbau möglich (Vermutung: Da die Lösch-Funktion nicht per Javascript getriggert wird, gelten dafür andere Gesetze). Damit sind wir mit dem Java-Teil fertig – hier das Endprodukt, unsere komplette Klasse:

    package com.dav;
    
    import java.awt.*;
    import java.awt.event.*;
    import javax.swing.*;
    import java.io.File;
    import java.security.*;
    import java.util.Vector;
    
    public class FileApplet extends JApplet
    {
        private String path;
    
        private JLabel lblPath;
        private JList lstFiles;
        private JButton btnDelete;
    
        public FileApplet()
        {
            //assign LayoutManager to panel
            JPanel contentPane = (JPanel)this.getContentPane();
            contentPane.setLayout(new BorderLayout(10, 10));
    
            //add Label for Path on Top
            lblPath = new JLabel();
            contentPane.add(lblPath, BorderLayout.NORTH);
    
            //add List with all files of path to center
            lstFiles = new JList();
            contentPane.add(new JScrollPane(lstFiles), BorderLayout.CENTER);
    
            btnDelete = new JButton("Löschen");
            //add listener to button -> delete files
            btnDelete.addActionListener(new ActionListener()
            {
                public void actionPerformed(ActionEvent e)
                {
                    Object selectedValues[] = lstFiles.getSelectedValues();
                    for (int i = 0; i < selectedValues.length; i++)
                    {
                        deleteFile(path + selectedValues[i]);
                    }
    
                    lstFiles.setListData(getFileList());
                }
            });
            //add button to bottom
            contentPane.add(btnDelete, BorderLayout.SOUTH);
    
            setPath("C:/");
        }
    
        public void setPath(String newpath)
        {
            newpath = newpath.replace("\\", "/");
    
            if (!newpath.endsWith("/"))
                newpath += "/";
    
            this.path = newpath;
            lblPath.setText(this.path);
    
            AccessController.doPrivileged(new PrivilegedAction()
            {
                public Object run()
                {
                    lstFiles.setListData(getFileList());
                    return null;
                }
            });
        }
    
        //return a vector containing the filenames in path
        public Vector<String> getFileList()
        {
            Vector<String> fileNames = new Vector<String>();
    
            try
            {
                File dir = new File(path);
                File[] fileList = dir.listFiles();
                for (File f : fileList)
                {
                    if (!f.isDirectory())
                        fileNames.add(f.getName());
                }
            }
            catch (Exception ex) {}
    
            return fileNames;
        }
    
        public boolean deleteFile(String name)
        {
            File f = new File(name);
    
            if (!f.exists() || !f.canWrite() || f.isDirectory())
                return false;
    
            return f.delete();
        }
    }
    

    Fertig! … oder?

    Gut, dann erneut „build“. Jetzt ergänzen wir die HTML-Datei noch um den notwendigen Javascript-Code, zum wechseln des Pfades im Applet. Dazu kommt in den <body>:

    Pfad: <input type="text" id="filepath" value="C:/" />
    <input type="button" id="ok" value="ok" />
    

    Und im <head> ergänzen wir:

    <script src="http://code.jquery.com/jquery-1.5.min.js"></script>
    <script>
    $(document).ready(function()
    {
    	$("#ok").click(function()
    	{
    		var filepath = $("#filepath").val();
    		document.jsap.setPath(filepath);
    	});
    });
    </script>
    

    Hier nun also der gesamte HTML-Code:

    <!DOCTYPE html>
    <html> 
    <head> 
    	<meta charset="utf8" />
    	<title>File Javaapplet</title>
    	<script src="http://code.jquery.com/jquery-1.5.min.js"></script>
    	<script>
    	$(document).ready(function()
    	{
    		$("#ok").click(function()
    		{
    			var filepath = $("#filepath").val();
    			document.jsap.setPath(filepath);
    		});
    	});
    	</script>
    </head> 
    <body> 
    	<object type="application/x-java-applet;version=1.4.1" name="jsap" id="jsap" width="400" height="600">
    		<param name="archive" value="fileapplet.jar"> 
    		<param name="code" value="com.dav.FileApplet">
    		<param name="mayscript" value="yes"> 
    		<param name="scriptable" value="true"> 
    	</object> 
    
    	<p>
    		Pfad: <input type="text" id="filepath" value="C:/" />
    		<input type="button" id="ok" value="ok" />
    	</p>
    	
    </body> 
    </html>
    

    Verblüffend einfach, wie die Javascript-Brücke zum Applet hergestellt wird, oder? Einfach document.AppletName.Funktionsaufruf. Das wars schon. Ehrlich.

    Okay, versuchen wirs mal. … Hm … Ernüchterung macht sich breit. Der Pfad im Label wechselt zwar, wie gewünscht – bloß warum klappt die Dateianzeige nicht? Die Antwortet lautet: Signatur.

    Das Applet signieren

    „Unkritische“ Java-Applets werden (natürlich abhängig von der Sicherheitseinstellung im Browser) straight-away ausgeführt. Ohne Benachrichtigung. Sobald wir aber kritische Bereiche anfassen (was wir mit dem Auflisten und Löschen von Dateien definitiv tuen), müssen wir unser Applet signieren. Dazu gibt es zum einen fest in den Browsern verdrahtete Zertifizierungsstellen, bei denen man sich gegen Gebühr ein Zertifikat holen kann. Allerdings kann man auch den kostenlosen Weg wählen und das Applet selbst signieren. Das ist, was wir tun werden.

    • Dazu eine Dos-Box aufgemacht (Start -> Ausführen -> cmd) und zum Pfad eurer JDK-Installation ins /bin – Verzeichnis gewechselt. Bei mir: D:\programme\Java\jdk1.6.0_22\bin.
    • Jetzt kopiert ihre eure fileapplet.jar ins /bin-Verzeichnis hinein und führt aus:
      keytool.exe -genkey -keystore davidsKeystore -alias david
      Ihr dürft euren Vorname gerne einsetzen ;). Nach dem Absenden des Befehls werden ein paar Angaben von euch gefordert, u.a. ein Passwort.
    • Der nächste Befehl:
      keytool -selfcert -alias david -keystore davidsKeystore
      Wieder mit dem Passwort bestätigen.
    • Und der letzte Befehl ist jetzt das eigentliche signieren:
      jarsigner -keystore davidsKeystore fileapplet.jar david

    Damit ist euer Applet selfsigned. Jetzt muss erstmal die java.exe per Taskmanager gekillt werden, da eure alte, unsignierte .jar noch am laufen ist. Jetzt kopiert ihr die fileapplet.jar aus dem /bin Ordner nun wieder nach /dist zurück, oder wo eben euer Projekt lebt. Nach dem Start der index.html erscheint nun hoffentlich:

    Java Warnung

    Java Warnung

    Nach dem Klick auf „Ausführen“ sollte nun endlich alles so klappen, wie gewünscht. Checkt ihr „Inhalten dieses Urhebers immer vertrauen“, werdet ihr beim nächsten mal nicht mehr genervt. Fertig.

    Abrechnung

    Ich habe das Entwickeln von Applets als sehr schmerzvoll empfunden – unzählige Male musste ich java per Taskamager killen, den Browser neu starten und temporäre Dateien leeren, um sicher zu sein, dass ich auch wirklich das aktuelle Ergebnis vor mir habe. Hinweisen sollte man noch auf die java-Konsole, die sich per Rechtsklick auf das java-Symbol im Systray starten lässt. Dort werden Exceptions und Fehler untergebracht.

    Java Konsole

    Java Konsole

    Alles zusammen

    Alle Dateien zusammen herunterladen. Disclaimer: Ich bin kein ausgewiesener Java-Experte und hatte mit Applets bisher nicht sonderlich viel am Hut. Nicht an Kritik zögern, wenn ihr was besser wisst.

    Bonus: Ein „vertrauenswürdiges“ Zertifikat wieder entfernen

    Jetzt wo bekannt ist, dass nur ein flüchtiger Klick auf „Ausführen“ genug sein kann um von einem Applet die komplette Platte geputzt zu bekommen, wollt ihr sicher mal nachschauen, wem ihr in der Vergangenheit so alles euer „Vertrauen“ ausgeprochen habt ;). In der Systemsteuerung unter „Programme“ den Eintrag Java wählen. Im Tab „Sicherheit“ bei „Zertifikate“ lassen sich Zertifikate wieder entfernen.

    vertrauenswürdige Zertifikate

    vertrauenswürdige Zertifikate

    Das Entfernen des Zertifikats hat aber nur dann Wirkung, wenn die temporären Dateien von Java geleert werden. Solang da noch eine als vertrauenswürdig klassifizierte .jar rumliegt, greift das Entfernen des Zertifikats noch nicht.

    temporäre Dateien

    temporäre Dateien

    Im Reiter „Allgemein“ unter bei „Temporäre Internet-Dateien“ auf „Anzeigen“ und da aufräumen. Auch der Browser cached eventuell selbst noch.

    Further Reading

    Weitere Posts:

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15 Antworten auf Java Applet Tutorial: Applet erstellen, einbinden und mit Javascript ansprechen

  1. Oliver sagt:

    Java ist sowas von Web 1.0 :-)

  2. Daniel sagt:

    Unabhängig davon, ob Java nun sooo Web 1.0 ist oder nicht, finde ich die Zusammenhänge gut erklärt.

  3. Teo sagt:

    Java ist (immer noch) eine ganz tolle Sache, wenn man eine Anwendung auf quasi allen Plattformen und Betriebssystemen (Desktop, Web, Smartphone usw.) einsetzen möchte.

    Tolles Tutorial. Habe bisher auch noch keine Applets entwickeln müssen, aber nun ist das ein ‚Kinderspiel‘ =D

  4. Kai sagt:

    wirklich ein schönes tut. Danke fürs Teilen. Da ich am Mac arbeite, muss ich mir jetzt noch die Zertifikatsgeschichte zusammensuchen. ;-)

    @Oliver: Ich bin hier gelandet, weil ich nach einer Möglichkeit suche, Dateien aus dem Netz auf einer SD-Karte in definierte Verzeichnisse zu speichern. Gibt es denn da etwas anderes als Java? Flash z. B. verfügt ja auch über eine File-Referenz. Hier kann man aber nicht löschen oder Verzeichnisse anlegen. Habe ich zumindest nicht gefunden.

    • Kai sagt:

      war natürlich ganz einfach. Alles ohne .exe übernehmen. Und das Kopieren kann man sich sparen, wenn man den Pfad der jar mit angibt.

      Gruß
      Kai

  5. Konrad sagt:

    Bei meinem Versuch, den Einstieg in Java-Applets zu finden, bin ich bei diesem Tutorial gelandet, das meiner Meinung nach ausgezeichnet ist.

    Leider klappte es mit der Erstellung eines Zertifikates nicht. Obwohl ich es x-Mal so wie beschreiben gemacht hatte und zwar mit den erweirten Administrator-Rechten in W7,
    bekomme ich beim zweiten Aufruf von keytool.exe mit den Parametern -selfcert, -alias und -keystore immer folgende Fehlermedung:

    Keytool-Fehler: java.io.FileNotFoundException: konradskeystore (Zugriff verweige
    rt)

    Kann mir jemand sagen, was ich da eventuell falsch mache?

  6. Konrad sagt:

    Ich muss mich berichtigen, die Fehleranzeige kommt bereits beim Abschluss des ersten Aufrufes von keytool.exe.

    Hier der komplette Ablauf:

    C:\Program Files\Java\jre6\bin>keytool -genkey -keystore konradskeystore -alias
    konrad
    Geben Sie das Keystore-Passwort ein: [hier Passwart eingegeben]
    Geben Sie das Passwort erneut ein: [hier Passwart erneut eingegeben]
    Wie lautet Ihr Vor- und Nachname?
    [Unknown]: [hier meinen Namen eingegenben]
    Wie lautet der Name Ihrer organisatorischen Einheit?
    [Unknown]: KODELA3
    Wie lautet der Name Ihrer Organisation?
    [Unknown]: keine
    Wie lautet der Name Ihrer Stadt oder Gemeinde?
    [Unknown]: [hier meinen Wohnort eingegeben]
    Wie lautet der Name Ihres Bundeslandes oder Ihrer Provinz?
    [Unknown]: [hier Bundesland eingegeben]
    Wie lautet der Landescode (zwei Buchstaben) f³r diese Einheit?
    [Unknown]: BY
    Ist CN=[mein Name], OU=KODELA3, O=keine, L=[meine Stadt], ST=[mein BLand], C=BY richtig?
    [Nein]: ja
    Geben Sie das Passwort f³r ein.
    (EINGABETASTE, wenn Passwort dasselbe wie f³r Keystore):[Passwort eingegeben]
    Geben Sie das Passwort erneut ein:[Passwort eingegeben]
    Keytool-Fehler: java.io.FileNotFoundException: konradskeystore (Zugriff verweigert)

    • Wolli sagt:

      Hi Konrad,

      ich weiss nicht ob du dein Problem schon gelöst hast, aber hier mal meine Tipps.

      1. Du musst „Programme Files“ im Pfad in „Programme“ umbennen, anders erkennt cmd das nicht. Ebenso musst du zwischen bin und keytool das „>“ gegen „\“ austauschen

      2. Ich denke du verweisst auch auf den falschen Ordner wo weder keytool noch jarsigner drin sind. Der Ordner heisst, wenn du das aktuelle Java 6 SDK update 32 installiert hast jdk1.6.0_32. Kannst ja unter dem Ordner Java im Programmverzeichnis nachsehen wo die beiden drin liegen.

      Der richtige Pfad müsste dann lauten:

      C:\Programme\Java\jdk1.6.0_32\bin\keytool.exe usw oder zum signieren dann statt keytool.exe jarsigner.exe

      Im übrigen mache ich das ganze etwas anders, da ich es nach meiner Meinung einfacher und schneller finde, ein Beispiel mit deinen Daten von oben:

      C:\Programme\Java\jdk1.6.0_32\bin\keytool.exe -genkey -validity 9999 -keyalg rsa -alias konrad

      „validity 9999 bedeutet das Zertifikat ist für hier z.B. 9999 Tage gültig“

      danach exportiere ich das Zertifikat, was dann in C im Hauptverzeichnis liegt.

      C:\Programme\Java\jdk1.6.0_32\bin\keytool.exe -export -alias konrad -file konradsZertifikat.crt

      Aliasname und Filename sind frei wählbar nur das „.crt“ muss hinter den Filenamen.

      Das bringt mir folgenden Vorteil. Ich kopiere alle jar Files zum signieren auch in das C Hauptverzeichnis und kann diese dann immer mit folgendem Befehl eine nach dem anderen mit diesem Zertifikat signieren:

      C:\Programme\Java\jdk1.6.0_32\bin\jarsigner.exe NameDesFiles.jar konrad

      Hoffe konnte helfen.

      Gruß Wolli

  7. Thilo Führmann sagt:

    Hallo, das Tutorial ist sehr gut!

    Was macht denn der Javascript code, der da von http://code.jquery-1.5.min.js eingebunden wird? Das ist ja ein übelst langer Code, den ich mir nicht 100% ig durchgelesen habe, was passiert denn da? Warum muss der so lang sein? Ich will nicht sagen das der nicht gut ist, aber wenn du sagen könntest was da so in groben Zügen paasiert wäre ich dir dankbar.

    Mfg Thilo

  8. Thilo Führmann sagt:

    Die Website mit dem Javascript code ist: http://code.jquery.com/jquery-1.5.min.js

    • david sagt:

      Hey Thilo, das ist jQuery – eine Javascript-Library um das Arbeiten mit Javascript zu vereinfachen. In obenstehendem Code dient jQuery nur dazu, den click-Eventhandler anzuhängen.

  9. Maga sagt:

    die Website ist nur eine Fanpage ^^ war mal ein Schulprojekt.

    Hallo und vielen Dank für diesen extraordinairen Tutorial. :)

    Ich habe deine Anleitung möglichst genau befolgt aber dennoch funktioniert meine app nicht, weil es, nachdem man die index.html öffnet, eine wav file nicht findet und deshalb schmeißt es eine exception. Ich habe sogar die ganzen files in einem Ordner und trotzdem geht es nicht.

    Hier mein Ordner mit allem drin:
    http://www.megafileupload.com/en/file/365440/Grudge-rar.html

    Ich hoffe du kannst mir ein paar Tipps geben.
    Falls das zuviel verlangt ist, dann kannst du es sein lassen.

    Danke!!!

  10. Mecki sagt:

    Hallo David

    Ich muss über ethernet mit einer SPS kommunizieren und die von der SPS gelieferten Daten abspeichern.
    Danke für das Tut, hat mir sehr geholfen.
    Ich hab es mit eclipse juno und java 1.7 umgesetzt und da krieg ich für
    getSelectedValues(); die Meldung deprecated.
    Statt dessen muss nun getSelectedValuesList().toArray(); benutzt werden.
    Ob das dann aber noch mit älteren Versionen von java funktioniert, weiss ich nicht.

    Außerdem habe ich jquery nicht im Einsatz, weil ich mit einem rudimentären Webserver kommunizieren muss, dessen Speicherplatz sehr beschränkt ist.

    Wenn man aber in der html Datei bei
    input type="button" ...
    noch das Argument
    onclick="document.jsap.setPath(document.getElementById('filepath').value);"
    einfügt (Hochkommas beachten)
    und alles, was im Header mit script zu tun hat, löscht –
    dann geht es auch ohne jquery.

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